Sammy

SammySammy war ein Labrador-Goldenretriever Mischlingsrüde. Er wurde im Januar 1995 geboren und lebt seit der 4. Lebenswoche bis zu seinem Tod am 07.11.2008 bei mir. Sein Produzent verkaufte ihn völlig verwurmt mit beidseitiger Mittelohrentzündung als 8 Wochen alten Welpen. Angeblich war seine Mutter bei der Geburt gestorben und seine Geschwister von der Ersatzmutter tot gebissen worden. Sammy war der einzige der aus seinem Wurf überlebt hat. Er war mein erster Hund und kam während meiner Teeniezeit zu mir. Entsprechend unerfahren und inkonsequent war auch seine Ausbildung. Trotzdem schafften wir es unsere Begleithundeprüfung am 14.04.1996 in der Hundeschule von Otto Eschner zu bestehen. In diesem Jahr belegten wir bei der Westfalenmeisterschaft am 06.06.1996 den 8. Platz in der offenen Klasse. Und im folgendem Jahr am 29.05.1997 den 5. Platz in der offenen Klasse. Sammy war bis zu seinem Tod ein bellfreudiger und streichelbedürftiger Knuddelbär. Bei dem folgende Satz muss ich immer an ihn denken.

"Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was lieben und geliebt werden heißt"
Arthur Schopenhauer

Sammy wir lieben dich und danken dir für deine Liebe.
Wir werden dich nie vergessen.

 

Mona

MonaMona ist laut Tierheim eine Labrador- Schwarzeschäferhündin. Ich holte sie am 30.12.02 im Alter von ca. einem Jahr zu mir nach Hause. Sie war im August 2002 ausgesetzt worden. Zu dieser Zeit schien es bald an der Zeit, Abschied von Sammy zu nehmen. Der alte Herr hatte große Schmerzen (Arthrose, Spondylosen, leichte HD) und er lief fast ständig auf drei Beinen. Er lag stundenlang auf seinem Platz und es kam auch immer häufiger vor, daß er vor Schmerzen schrie. Seine Muskulatur war völlig verhärtet und an den Hinterbeinen zurückgebildet. Mona sollte mir über den Schmerz hinweg helfen. Aber wie das so ist im Leben, es kommt immer anders, als man denkt. Mona hieß im Tierheim Iserlohn Lady und wurde mir als kastrierte Hündin vermittelt. Mona war ca. 14 Tage bei uns als sie heiß wurde. Sammy erwachte zu neuem Leben und wurde wieder richtig aktiv, alle Schmerzen waren vergessen und dank Mona und dank der Massagen von Daniela Maag (www.fitaufvierpfoten.de) lebte Sammy noch einige Jahre glücklich und zufrieden im Kreise seiner Mädels. Sammy wurde genau 13 Jahre und 10 Monate alt.

Mona, als du am 17.11.2015 von uns gegangen bist, hast du einen Teil von mir mitgenommen.

Es schmerzt mich unendlich, dass ich dich loslassen musste.

 

Buffy

BuffyTja, und so schnell kommt man zu Hund Nummer 3!!! Im Januar 2004 wurde händeringend versucht auf dem Hundeplatz ein Bordercollie-Bernersennenhund zu vermitteln. 1 Jahr alt sollte die Dame sein und wegen Trennung und Wohnungswechsel sollte sie weg. Mitte Januar dann die Schreckensbotschaft, sie sollte ins Tierheim und die Hundekenner unter euch stimmen mir sicherlich zu, dass ein Bordercollie im Tierheimzwinger völlig durchdreht. So kam es dann, dass ich Hund Nr. 3 bekam. Buffy war völlig hyperaktiv als sie zu mir kam. Von den Vorbesitzern möchte ich gar nicht viel erzählen, nur so viel: Stachelhalsband/2 Meterleine, keinen Freilauf und keine Beschäftigung für die Buffy. Außerdem ist es mir ein Rätsel, wo sich der Bernersennenhundanteil in ihr versteckt. Ihre Ziehtante Mona muss schon manchmal sehr herhalten bei Rabauken Buffy. Am Anfang hat Buffy alles zerlegt was ihr vor die Schnauze kam und sie ist die unangefochtene Königin der Diebe. Ihr ist es zu verdanken, dass ich mich mit Agility, Dogfrisbee, Dogdance und Flyball auseinander gesetzt habe. Auch heute noch schaue ich mich ständig nach neuen sinnvollen Beschäftigungen für Hunde um. Ohne sie und dem Buch "Stress bei Hunden" von Martina Nagel/Clarissa v. Reinhardt wäre mir auch nie bewusst geworden, wie wichtig auch das ausgewogene Verhältnis zwischen Erziehung, sinnvoller Beschäftigung und Ruhephasen für den Hund ist.

Buffy und Mona legten beide in der Hundeschule Jutta Gauda ihren Hundeführerschein und ihre Begleithundeprüfung ab.

Am 16.12.2017 hat uns Buffy für immer verlassen, sie hat bis zum bitteren Ende Ihre Familie geschützt.

 

Frieda

FriedaFrieda wurde am 02.11.2004 geboren. Frieda hatte es in ihrer früheren Familie sehr gut, leider hat sie die beiden Kinder (9 und 5 Jahre) zu ihrer Lieblingsjagdbeute erklärt, so dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich war. Gott sei dank hat sie jetzt eine neue Beute für sich entdeckt - die Hundefrisbee. Auf der neu produzierten DVD: "Hundefrisbee-Spaß für Mensch und Hund" von Karin Actun hatte Frieda bereits ihren ersten kleinen Auftritt. Die DVD ist übrigens im Onlineshop von Karin Actun zu erwerben: www.sky-dogs.de

 

Percy

Percyzog am 01.07.2010 im Alter von 10 Jahren bei uns ein. Er ist vermutlich ein Jack Russel-Dackel-Mix und am 17.05.2000 geboren.

Er kam aus dem Tierschutzverein Marl-Haltern e.V. zu uns. Seine Vorbesitzer scheinen seine Angstaggressionen für Dominanz gehalten zu haben, da Sie als Abgabegrund "Fletscht die Zähne, wenn es nicht nach seinem Sinn geht" angaben. Ich habe sein Fletschen live erlebt, aber dabei auch gesehen, dass seine Rute unterm Bauch war und er eher den Rückwärtsgang als den Vorwärtsgang eingelegt hatte. Hier auch noch einen lieben Dank an Kirsten Demski geb. Berger (www.dogs-Track.de), die mir immer mit Rat zur Seite stand, wenn mir die Ideen ausgegangen sind wie ich Percy helfen kann. Ein Hund, der seinen Kopf durchsetzen will, wird sich wohl kaum tierärztlich untersuchen lassen. Oder kennt einer von euch einen Hund der das gut findet? Auch war es der reine Wahnsinn, wie schnell und dankbar er sein Verhalten geändert hat, wenn er merkte, dass von mir und den Anderen keine Bedrohung ausgeht. Für mich als Hundetrainer eine echt gute Erfahrung.

Des weiteren hieß es, dass er eine Futtermittelallergie hätte, wogegen konnte mir allerdings niemand sagen. Wie gut, dass es Leute wie Monika Heimann (ehemals Dogery) gibt, die sich damit auskennen. Vielen Dank deshalb auch Monika Heimann, die Percy schon in wenigen Wochen ein glänzendes Fell und eine gesunde Darmflora beschert hat. Die Ausschluss Diät ist bisher ohne Befund. Was allerdings festgestellt wurde ist eine Kontaktallergie auf Gras.

 

Dino

DinoAls ich Percy aus dem Tierheim holte, hatte Dino den Zwinger direkt neben ihm. Da in meinem Rudel durch den Tod von Sammy gerade eh viel Trubel war, hätte Dino bestimmt nicht zur Beruhigung des Rudels beigetragen. Er rannte die ganze Zeit von rechts nach links und schien vor lauter Stress seine Umwelt kaum wahr zu nehmen.

Damals habe ich mir und ihm versprochen, wenn er nach der Agilityweltmeisterschaft noch da sein sollte, würde ich ihn nachholen. Und versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen. Am 16.10.2010 war es dann endlich so weit, ich fuhr zusammen mit einer Freundin ins Tierheim. Dino war allerdings im ersten Moment gar nicht begeistert von meinem Besuch er begrüßte mich mit Fletschen und biss in die Gitterstäbe.

Nachdem sich endlich im Tierheim die Auserwählte gefunden hatte, von der sich Dino anleinen lies, machten wir einen Sparziergang. Da wusste ich das wir es schaffen werden, er war freundlich und aufmerksam auch das einsteigen ins Auto lief, Gott sei Dank, ohne Probleme.

Bereits im Tierheim hatte Dino nicht nur Verhaltensprobleme, sondern auch starke gesundheitliche Probleme. Seine Leberwerte waren extrem schlecht.

Er lebte sich schnell bei uns ein und das an- und ableinen funktionierte quasi ab dem ersten Tag.

Nachdem er mir am Halsband einmal richtig in die Flex gerannt war, so dass er umfiel und fast eine halbe Stunde brauchte um motorisch wieder voll da zu sein, habe ich ohne jegliches Training ihm einfach ein Geschirr angezogen. Dies war unser zweiter großer Erfolg. Wer schon mal einen und wie Dino hatte, weiß dass das Anziehen eines Geschirrs, da keine Kleinigkeit ist.

Dino war ein Genie, nur leider liegt Genie und Wahnsinn ja ganz nahe bei einander, auch wenn er im Agility nicht der schnellste war, konnte ich mich, auf etwas was er gelernte hatte, blind verlassen, bis zum Freitag, den 09.12.2011 bevor die Schilddrüsenunterfunktion festgestellt wurde. An diesem Abend ließ er mich im Parcour von Herbert Köhler einfach stehen und wollte alles in seiner Umgebung fressen. Am Mittwoch drauf, wollte er dann auch mich fressen. Er verbiss sich in einer Metrofaltbox, die ich mir zum Schutz vor die Beine gehalten hatte. Schilddrüsentabletten sei Dank, wurde er bald wieder mein brummeliger, aber liebenswerter Dino, mit dem das Leben nicht immer einfach, aber zu meistern war.

Am 19.03.2013 bekam er seinen bis dahin schlimmsten Anfall. Seine Augen wurden ganz schwarz und ich musste ihn zu seinem und unserem Schutz in eine Box sperren. Der Anfall dauerte fast sechs Stunden. Als sein Blick wieder normal war, öffnete ich die Box und er war so fertig, dass er es kaum schaffte seinen Urin abzusetzen ohne umzufallen. Die nächsten Tage schlief er fast nur und war extrem kuschelig.

Ich war danach mit ihm in zahlreichen Tierkliniken, habe CT; Blutbilder; Röntgenaufnahmen; Ultraschall machen lassen, Urin- und Kotproben wurden untersucht, habe Haarproben verschickt, aber niemand fand heraus, was ihm fehlte.

Einige Wochen später, lag er zusammen mit seiner Mona im Körbchen. Plötzlich wurde sein Blick schwarz und er fing an Mona anzuknurren, die daraufhin erstarrte. Ich konnte Dino gerade noch davon abhalten sie zu attackieren. Mona schlief danach fast drei Tage nachts lieber draußen im Regen als mit Dino in einem Raum. Zuvor versuchte Dino bereits Snow anzugreifen, die mit dem Hintern zu ihm gewand stand und mich gerade begrüßen wollte. Das waren die ersten Male an denen Dino selbst vor den anderen Hunden keinen Halt mehr machte. Nach unserem Umzug Anfang September 2013 kam es zu einem weiteren Angriff auf Mona. Mona schlief auf der Couch, als Dino angerannt kam und sich auf sie stürzte. Mona fühlte sich von ihm so bedroht, dass sie ihn dieses Mal zu Boden drückte. Das hatte ich bei ihr innerhalb unserer Hundegruppe noch nie erlebt.

Auch für den menschlichen Teil unserer Familie wurde es immer gefährlicher. Anfangs konnte ich ihn noch ohne Probleme in Sicherheit buchsieren bevor der Anfall los ging. Von Mal zu Mal wurde es immer schwerer für mich.

Anfang Oktober 2013 eskalierte die Situation dann, ich hatte Dino an der Leine, als er auf einmal sich die Leine bis fast zu meiner Hand hoch biss. Der Griff der Flexileine verhinderte, dass Dino meine Hand erwischte. Die Flexileine war massiv von ihm beschädigt worden, wäre das meine Hand gewesen...

Wenn sein Blick klar war, konnte ich ohne Probleme zu ihm rein gehen ihn anleinen und mit ihm rausgehen, wenn seine Augen schwarz waren, schoss er mir entgegen und ich konnte nur noch die Tür zu ziehen.

Es war einfach die Hölle, er jankerte und ich wusste nie, ob ich zu ihm rein gehen konnte oder nicht.

Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie er sich mir Stück für Stück während unseres Zusammenlebens geöffnet hat. Das waren immer ganz besondere Momente für mich. Ich konnte mit ihm ohne Maulkorb zum Tierarzt gehen, ihn überall anfassen, ihn sogar hochheben. Das erste Mal mit ihm zusammen ohne Beuteaggression spielen, werde ich nie vergessen und ich bin dankbar dafür, dass Dino und mir vor seinem Tod noch ein kurzer Moment des unbeschwerten spielen geschenkt wurde.

Am 06.10.2013 schlief Dino für immer auf meinem Bauch ein. Ich hätte mir so gewünscht, dass ich dir hätte helfen können.

Aber mit Konsequenz, Geduld und ganz viel Liebe lassen sich gesundheitliche Probleme einfach nicht wegtherapieren.

"Vertrauen zu genießen ist ein größeres Kompliment, als geliebt zu werden."
George MacDonald

Dino, ich danke dir für dein Vertrauen. Du hast immer einen Platz in meinem Herzen.